Hallo liebe Angelfreunde

Anfang September fuhren meine beiden Kollegen Sascha, Hans und ich nach Frankreich an die Lot.
Laut unseren Nachforschungen und den Auskünften von Sascha, der voriges Jahr schon mal an der Lot gefischt hatte, sollte dieser Fluss einen sehr guten Bestand an Schwarzbarschen beherbergen.

Natürlich ließ ich mich nach solchen Anregungen nicht lange bitten und stimmte meine Fliegenfischerausrüstung speziell für diesen Trip ab.
Ich baute mir dazu eigens einige Fliegenmuster mit denen man ohne Sorge ruhig einmal in die versunkenen Bäume oder Büsche werfen konnte, ohne dass man gleich mit einem Verlust der Fliege rechnen musste. Ich verwendete dazu einen Dropshothaken und positionierte darauf das Bindematerial (Polyfibre) so, dass der Haken StandUp gefischt werden konnte und das Material den Haken zudem verdeckte (Fotos der Fliege sind den Bildern beigefügt).

Gleich nach unserer Ankunft an unserer Ferienwohnung, brachten wir unser Boot in den nahe gelegenen Hafen und bereiteten unsere Angelausrüstung für die kommende Woche vor.

Da das Gewässer ein absoluter Geheimtipp für alle Karpfenangler ist, wollte Hans überwiegend auf Karpfen fischen. Sascha und ich hatten es nur auf die Schwarzbarsche abgesehen.
Sascha bevorzugte das Angel mit der leichten Spinnrute mit diversen Gummiködern und speziellen Wobblern bestückt. Ich hingegen vertraute vollkommen auf meine bereits oben erwähnte Geheimwaffe.

Nach einem reichhaltigen Frühstück legten wir mit unserem Boot Namens Bluefin ab und erkundeten den Fluss. Die Lot ist ein langsam fließender, ca. 50 bis 100 Meter breiter Fluss mit einer durchschnittlichen Tiefe von etwa 8-9 Meter. Hans platzierten wir an einer Uferlücke, direkt vor einem flach auslaufenden Seitenarm. Wir fütterten in etwa 30 Meter entfernten einen Futterplatz an. Danach legte Hans seine beide Ruten an der vorbereiteten Stelle aus.
Sascha und ich drifteten mit dem Boot dicht am Ufer entlang und suchten versunkenes Astwerk, da dieses von den Schwarzbarschen bevorzugt wird.

Wurf um Wurf folgte in die herunter hängenden und versunkenen Äste. Schon gleich darauf erfolgte der erste Anbiss an Saschas Wobbler. Der erste Schwarzbarsch wurde erfolgreich gelandet und gleich wieder releast.

Auch meine Fliege wurde kurze Zeit später beherzt genommen und so konnte auch ich meinen ersten Schwarzbarsch für ein Erinnerungsfoto sicher im Boot präsentieren. Bis zum Mittag hatten Sascha und ich noch einige dieser herrlichen Fische gelandet. Sascha erbeutete dabei ein gutes Exemplar von 41cm.

Hans meldete uns, dass er bereits nach kurzer Zeit einen Karpfen biss hatte, ihn aber leider verloren hatte. Mit der Federrute hatte er viele Brassen und Rotfedern gefangen und später noch 2 Karpfen 12 bis 15kg. Kein schlechtes Resümee für den ersten Tag.

Am nächsten Tag hatten wir einen Temperatursturz zu verzeichnen, was sich auf das Beissverhalten der Fische enorm auswirkte. Leider nicht zu unserem Vorteil. Zwar ließen sich dennoch einige Barsche fangen aber mit einem enormen Arbeitsaufwand.

Hans hingegen fing seinen bis dato größten Karpfen von geschätzten 25kg. Leider gibt es hierzu kein Foto. Dennoch zählt für den Fänger der Erinnerungswert an einen solchen Traumfisch.

Die restliche Woche hatten wir weitgehend gute Wetterbedingungen und wir fingen alle noch gute Fische. Selbst einen Zander konnte ich mit der Fliegenrute überlisten. Sascha fing einige Barsche über 35cm. Hans gelang sogar der Fang eines Welses von 1,65 Meter auf die Karpfenrute und ein weit größeres Exemplar ca. 2 Meter ging ihm knapp am Ufer verloren. Die Masse des Fisches war zu schwer für die Karpfenmontage.

Das Resultat nach einer Woche konnte sich sehen lassen. Hans hatte insgesamt 8 Karpfen und einen gelandeten Wels. Sascha und ich hatten über 40zig Schwarzbarsche und einen Zander zu verzeichnen. Auch einen Hecht von über 1 Meter Länge den Hans am Ufer vorbeiziehend entdeckte darf in meiner Aufzählung nicht fehlen.

Alles in allem kann ich die Lot ruhigen Gewissens empfehlen. Die Lot hat einen fantastischen Fischbestand und ist in jedem Falle eine Reise wert.